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Information zum Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. . News . 04.02.2011 Pressemitteilung: Verbraucherpreise von Milch und Milchprodukten konstant

04.02.2011 Pressemitteilung: Verbraucherpreise von Milch und Milchprodukten konstant

Verbraucherpreise von Milch und Milchprodukten konstant

Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise liegt laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) in 2010 bei plus 1,6 % gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Teuerungsra-te von lediglich 0,4 % für Molkereiprodukte bilden diese zusammen mit Fleisch und Eiern das Schlusslicht. Lediglich Butter stellt eine Ausnahme dar. Die ge-samten Speisefette wurden um 8,7 % teurer. Diese verhaltene Entwicklung im Bereich der Molkereiprodukte ist nicht zuletzt die Folge der massiven Kaufzu-rückhaltung der Verbraucher bei den vergangenen Preiserhöhungen und der Verweigerung des Handels, die Preise an gestiegene Rohstoffkosten anzupas-sen. Angesichts der in 2010 deutlich gestiegenen Erzeugerpreise entsteht ein dramatischer Druck auf die privaten Molkereien in Bayern, die im Markengeschäft tätig sind.

Die Ergebnisse der aktuellen Milchpreisverhandlungen tragen der Erlössituation der Molkereien Rechnung. Die Unternehmen waren in den vergangenen Mona-ten gezwungen in Vorleistung zu gehen und die Auszahlungen an die Milcher-zeuger anzuheben, ohne Preiserhöhungen beim Handel durchzusetzen. Derzeit können zwar am Spotmarkt sehr gute Preise erzielt werden, die Marktmolkereien haben jedoch laufende Kontrakte mit dem Handel und hier sind die Preise auf deutlich niedrigerem Niveau fixiert. Dazu kommt, dass die gute Absatzsituation sehr stark vom Export gestützt wird und dieser von sehr vielen Faktoren beein-flusst ist. Die Schwankungen der Erlöse werden wegen der Liberalisierung des Milchmarktes nicht wie in der Vergangenheit von der EU ausgeglichen, sondern müssen von Erzeugern und Molkereien getragen werden. Die positiven Aussa-gen der Agrarwissenschaft über die Zukunft der europäischen Milchwirtschaft bleiben gültig: Die Weltbevölkerung wächst schneller als das Milchangebot.

Milch und Milchprodukte haben eine weiße Weste

Unbelastet vom jüngsten Lebensmittelskandal beginnt die Milchwirtschaft das Jahr 2011. Bei der Eröffnungsrede der Grünen Woche in Berlin – Deutschlands größte Verbrauchermesse – betont die Bundesministerin für Ernährung, Land-wirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner die Verantwortung gegenüber den Verbrauchern. Sie stellt jedoch nicht nur ihren Aktionsplan für sichere Lebensmit-tel vor, sie fordert auch deren Wertschätzung, denn sie sind Mittel zum Leben.

Der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e. V. vertritt die Interessen von 35 Privatmolkereien in Bayern. Die privaten Molkereiunternehmen beschäfti-gen insgesamt rund 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verarbeiten über 50 % der in Bayern angelieferten Milch.